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Die Quecken sind BAYERNLIGAMEISTER 2026

FC Eintracht Bamberg 2010 – SC Eltersdorf 1:1 (0:1)

FC Eintracht Bamberg 2010: Benedikt Willert (79. Fabian Dellermann), Christopher Kettler, Jonas Hartwig, Tobias Linz, Luca Leistner, Luca Auer, Luis Nüßlein, Luis Schneider (46. David Lang), Andreas Pfahlmann (46. Jonah Schildbach), Paul Kraußold (71. Timm Strasser), Valentin Schmitt (83. Nico Zietsch). Trainer: Michael Hutzler.

SC Eltersdorf: Leonard Hüttl, Patrick Ort, Hiroki Akimoto (9. Geremi Perera), André Karmann (52. Tom Feulner), Sebastian Marx, Manuel Stark (61. Tobias Herzner), Karim Said (65. Marco Niedermayer), Robin Renner, Moritz Fischer (56. Leo Sommer), Manfred Strobel, Felix Rippert. Trainer: Bernd Eigner. Co-Trainer: Thomas Dotterweich.

Tore: 0:1 Moritz Fischer (5.). 1:1 Jonas Hartwig (82.).

Schiedsrichter: Andreas Dinger (Bischofsgrün).

Zuschauer: 650.

Kurzfristig mussten die Eltersdorfer ohne ihren Kapitän Maximilian Göbhardt auskommen, steckten den Rückschlag aber stark weg und erwischten den besseren Start. Nach fünf Minuten belohnte sich der Sport-Club direkt mit der frühen Führung. Moritz Fischer vollendete zum 0:1 und brachte die Quecken im Fuchs-Park-Stadion auf Kurs. Bamberg blieb jedoch gefährlich, vor allem über Standardsituationen. Zwei dieser Situationen wurden brandheiß, doch Leonard Hüttl hielt den SCE mit starken Paraden im Spiel. Insgesamt kontrollierten die Eltersdorfer die Partie in der ersten Hälfte über ihre Ordnung, verteidigten konsequent und nahmen die knappe Führung mit in die Kabinen.

Spätestens da war längst klar, dass dieser Tag eine besondere Wendung nehmen würde. Weil das Ergebnis aus Stadeln bereits durchgesickert war, kamen die Quecken faktisch als Meister aus der Kabine und wurden von ihren Fans als BAYERNLIGAMEISTER musikalisch empfangen. Die zweite Halbzeit geriet sportlich zur Nebensache. Während das Spiel lief, machten auf der Bank die Meistershirts die Runde. Auch alkoholische Kaltgetränke wurden zwischen Ausgewechselten und Verletzten verteilt. Die Party hatte in der Pause begonnen und sollte bis tief in die Abendstunden gehen.

Sportlich übernahm nach dem Seitenwechsel Bamberg das Kommando. Eltersdorf stand tief, verteidigte lange konsequent und wollte den Vorsprung über die Zeit ziehen. Doch die Gastgeber drückten, kamen zu weiteren Situationen und verdienten sich den Ausgleich. In der 82. Minute traf Jonas Hartwig zum 1:1. Mehr passierte am Ergebnis nicht mehr, aber das Entscheidende war ohnehin längst klar.

Der 09.05.2026 bleibt historisch in der Geschichte des Sport-Clubs verankert. Mit dem dritten Aufstieg in die Regionalliga Bayern setzt der SCE ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Vereinsjubiläums den nächsten Meilenstein. Eine Geschichte, die sich über mehrere Jahre zog, im vergangenen Jahr in Aschaffenburg ihren Tiefpunkt hatte und nun im Bamberger Fuchs-Park-Stadion ihr Happy End fand. Nach der Neugründung der Regionalliga gehörten die Quecken als einer von neun Vereinen zu den Aufsteigern und Gründern. Beim zweiten Mal entschied der Siegquotient nach dem coronabedingten Abbruch. Und diesmal ist es der erste Aufstieg unter normalen Umständen, als Tabellenerster.

Nach dem Schlusspfiff ging es geschlossen ins Sportheim nach Eltersdorf, wo Mannschaft und Fans gemeinsam feierten. Später wurde auch die Erlanger Innenstadt noch Teil des Titelabends.

Bernd Eigner: „Wir waren in den ersten 20 Minuten besser und haben verdient das 1:0 gemacht. Vielleicht hätten wir da sogar das Zweite nachlegen können. Eintracht Bamberg hatte zwei Standardsituationen, die brandgefährlich waren, bei denen unser Keeper uns aber im Spiel gehalten hat. In der zweiten Halbzeit hat Bamberg das Kommando übernommen. Wir haben versucht, tief zu stehen und konsequent zu verteidigen, aber Bamberg hat sich das 1:1 regelrecht verdient. Wir wussten dann aber auch, dass das Thema schon durch war. Wir wollten das Ding eigentlich noch ziehen, aber Bamberg hat es gut gemacht, sodass es am Ende beim Unentschieden geblieben ist. Deswegen ist der Punkt für beide Seiten verdient. Ich ziehe den Hut vor meiner Truppe und bin unglaublich stolz, sie haben sich den Aufstieg verdient. Nach dem letzten Jahr in Aschaffenburg, wo wir am Boden waren jetzt hier zu stehen, dass ist unglaublich schön. Das werden wir natürlich jetzt erstmal feiern und es krachen lassen.“