Der SC Eltersdorf hat beim TSV Neudrossenfeld einen verdienten 2:1-Auswärtssieg eingefahren und sich dabei vor allem in der Schlussphase für eine Leistungssteigerung nach der Pause belohnt. In einer zunächst zähen Partie fanden die Gastgeber etwas besser in die Begegnung. Schon früh wurde es nach einer Flanke von der linken Seite gefährlich, als der Ball am zweiten Pfosten ankam und Maximilian Göbhardt in höchster Not klären musste (5.). Die Quecken taten sich zunächst schwer, ins Spiel zu kommen, und hatten auch nach 20 Minuten noch keinen klaren Abschluss. Neudrossenfeld blieb mit langen Bällen und kleineren Nadelstichen aktiv, ohne daraus jedoch wirklich zwingende Torchancen zu erzeugen, weil in den entscheidenden Momenten immer noch ein Eltersdorfer Bein dazwischen war.
Dann schlugen die Quecken aus dem Nichts zu. Im Strafraum der Gastgeber entstand Unordnung. Felix Rippert dribbelte sich zunächst stark über halblinks durch und legte den Ball quer auf Yannik Jassmann. Der stand genau richtig, um zur 1:0-Führung einzuschieben (23.). Auch danach war Eltersdorf nicht wirklich gut im Spiel, ließ dem Gegner immer wieder Ansätze zu Durchbrüchen, doch gefährlich wurde es für Axel Hofmann zunächst nicht. Kurz vor der Pause hatte der SCE dann die große Chance zum zweiten Treffer. Über die rechte Seite kombinierten sich Patrick Ort und Moritz Fischer stark durch. Fischer kam anschließend frei im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball aber neben das Tor (38.).
Nach dem Seitenwechsel waren die Quecken besser in der Partie. Kurz nach Wiederbeginn zeigte Patrick Ort ein starkes Dribbling nach vorne. Sein Pass wurde noch abgefälscht und landete halbrechts im Strafraum bei Yannik Jassmann, dessen Abschluss jedoch direkt auf den Torhüter ging. Wenig später kam Eltersdorf nach einer Ecke erneut zu einer guten Möglichkeit, doch Sebastian Marx köpfte über das Tor (55.). In dieser Phase hatten die Gäste mehr Kontrolle und die besseren Aktionen. Neudrossenfeld blieb vor allem mit Distanzschüssen und Freistößen auffällig, stellte Axel Hofmann damit aber vor keine größeren Probleme.
Umso ärgerlicher war aus Eltersdorfer Sicht der Ausgleich. Mikel Seiter brachte den Ball von der linken Seite in die Mitte, André Karmann verschätzte sich im Zentrum, und Marin Hrgota stand plötzlich alleine vor dem Tor. Der Neudrossenfelder Angreifer blieb ruhig und schob zum 1:1 ein (64.). Die Quecken ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Mit den Wechseln kam neues Tempo ins Spiel, Eltersdorf blieb offensiv aktiv und drängte auf die erneute Führung.
Diese fiel in der 84. Minute nach einem schön herausgespielten Angriff über die rechte Seite. Leo Sommer, Patrick Ort und Felix Rippert kombinierten sich stark durch. Ort brachte den Ball von der Grundlinie an den zweiten Pfosten, wo Yannik Jassmann einköpfte und mit seinem zweiten Treffer des Tages das 2:1 für den SC Eltersdorf erzielte (84.). Kurz vor Schluss bot sich sogar noch die große Chance zur Entscheidung. Manfred Strobel schickte Marco Niedermayer auf die Reise. Der lief alleine auf das Tor zu, vergab aber die Möglichkeit zum 3:1. So blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Insgesamt nahmen die Quecken aber verdient drei Punkte aus Neudrossenfeld mit.
Bernd Eigner: „Es war trotzdem ein verdienter Erfolg in meinen Augen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen, da hat Neudrossenfeld auch eine gewisse Gefahr mit den langen Bällen entwickelt. Wir gehen aber trotzdem nach 20 Minuten in Führung. In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser im Spiel und hatten Möglichkeiten auf das 2:0 und 3:0. Und wie es dann so kommt, kassierst du dann das 1:1. Wir haben dann mit den Wechseln Tempo ins Spiel gebracht, weitergemacht und das 2:1 erzielt. Kurz vor Schluss müssen wir das 3:1 machen, dann hätten wir uns ein paar Nerven erspart. Aber in der Summe war es ein verdienter Sieg gegen eine hochmotivierte Neudrossenfelder Mannschaft.“