ATSV Erlangen – SC Eltersdorf 1:2
ATSV Erlangen: Emmanuel Agyekum, Jeffrey Stielke, Nico Ott, Ulrich Spies, Luka Kovacic, Ensar Rexhepi, Emil Rizai, Drazen Misic, Lucas Markert, Tanyel Deliboyraz, Julian Vierengel (71. Jonas Valentin). Trainer: Shqipran Skeraj
SC Eltersdorf: Axel Hofmann, Tobias Schaffors, Patrick Ort, Hiroki Akimoto, Sebastian Marx, Manuel Stark (89. André Karmann), Maximilian Göbhardt, Moritz Fischer (71. Karim Said), Geremi Perera (71. Calvin Sengül), Marco Niedermayer (51. Manfred Strobel), Felix Rippert (77. Yannik Jassmann). Trainer: Bernd Eigner
Schiedsrichter: Hannes Hemrich (Urspringen).
Zuschauer: 620.
Tore: 1:0 Lucas Markert (13.). 1:1 Geremi Perera (18. Foulelfmeter). 1:2 Felix Rippert (24.).
Rot: Jeffrey Stielke (90./ATSV Erlangen)
Von Beginn an war es ein intensives Derby, in dem die Quecken zunächst etwas mehr Kontrolle ausstrahlten. Beide Teams gingen konsequent in die Zweikämpfe, echte Strafraumszenen waren in der Anfangsphase jedoch rar. Umso ärgerlicher aus Eltersdorfer Sicht, dass der ATSV mit der ersten gefährlichen Aktion sofort zuschlug. Nico Ott setzte einen Schuss in Richtung Tor, Axel Hofmann konnte nur nach vorne abwehren und Luca Markert staubte zum 1:0 ab (13.).
Der Rückstand brachte die Quecken aber nicht aus dem Konzept. Eltersdorf blieb aktiv, suchte weiter seine Momente und wurde nach 18 Minuten belohnt. Felix Rippert wurde im Strafraum klar gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Geremi Perera zum 1:1 (18.). Die Gäste blieben anschließend am Drücker, kamen immer wieder über links nach vorne und drehten die Partie noch vor der Pause komplett. Rippert nutze einen Abpraller vom ATSV-Keeper vollendete zum 2:1 (24.).
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Der ATSV kam deutlich besser in die Partie und Eltersdorf schaffte es in dieser Phase nicht, den Gegner weiter weg vom eigenen Tor zu halten. Gleichzeitig verpassten es die Quecken, im Umschaltspiel konsequenter auf den dritten Treffer zu gehen, obwohl sich Räume boten. Erlangen blieb dadurch im Spiel und lauerte auf seine Chancen.
Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte der ATSV in der 72. Minute. Tanyel Deliboyraz löste sich hinter der Abwehr, lief allein auf Hofmann zu, zielte aus rund 16 Metern aber zu mittig. Der SCE-Keeper blieb standhaft und wehrte mit den Fäusten ab (72.).
In der Schlussphase blieb es hektisch. Drazen Misic kam nach einer weiten Hereingabe aus dem Halbfeld noch zu einem Kopfball, setzte den Versuch aber über den Kasten. Eltersdorf verteidigte weiter leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Kurz vor Schluss sorgte das Einstigen von Stielke nochmal für Aufsehen, der André Karmann brutal foulte und dafür vom Platz flog.
So blieb es beim knappen Derby-Erfolg für den Sport-Club. Die Quecken starten damit erfolgreich ins Pflichtspieljahr und übernehmen durch den Dreier die Tabellenführung. Einen großen Anteil daran hatten auch die mitgereisten Eltersdorfer Anhänger, die ihr Team über 90 Minuten lautstark unterstützten und das Spiel an der Paul-Gossen-Straße zu einem echten Heimspiel machten. In der Kurve stand dabei eine Fanszene von mindestens 50 Mann, die durchgehend für Stimmung sorgte. Zudem hatten es sich zahlreiche Eltersdorfer entlang der Paul-Gossen-Straße gemütlich gemacht und sorgten auch abseits der Kurve für spürbaren Support.
Bernd Eigner: „Meine Mannschaft hat nach dem Rückstand eine hervorragende Reaktion gezeigt. Mit dem Elfmeter den Ausgleich beschert und dann gleich das 2:1 folgen lassen. Mit ein bisschen Glück machen wir fast noch das 3:1, als wir das Gewühl im Strafraum nicht ausnutzen konnten. Ich denke, das wäre zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen, weil wir richtig gut in den Zweikämpfen drin waren. Aggressiv, da habe ich vom ATSV nicht viel gesehen in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit war der ATSV wesentlich besser im Spiel als wir. Wir haben dann hauptsächlich bei Standardsituationen auch ein bisschen Glück gehabt, die waren sehr gefährlich. Wir konnten nicht mehr so gut nach vorne spielen, das lag auch am Gegner, der optisch überlegen war. Aber schlussendlich war es ein verdienter Derby-Sieg für uns.“