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SC Eltersdorf verabschiedet Tobias „Herzi“ Herzner: Eine Quecken-Legende sagt zum Saisonende Servus

Der Sport-Club Eltersdorf und Tobias Herzner gehen zum Ende der laufenden Saison getrennte Wege. Nach insgesamt 13 1/2 Spielzeiten im Trikot der Quecken beendet der 36-Jährige seine aktive Laufbahn beim SCE. Der letzte Auftritt von „Herzi“ im Elsner Sportpark steigt voraussichtlich am Samstag, 16. Mai, im Heimspiel gegen Großschwarzenlohe.

Herzner ist weit mehr als nur ein Spieler. Er ist Identifikationsfigur, Mittelfeldakteur, Antreiber und über Jahre hinweg eines der prägendsten Gesichter der Quecken. Über 350 Pflichtspiele, genau 100 Tore (Stand heute) und unzählige Vorlagen sprechen eine klare Sprache.
Vor allem seine Beidfüßigkeit machte ihn unberechenbar. Hinzu kam sein Gefühl bei Standards. Beeindruckend bleibt insbesondere sein Gespür bei Freistößen. Wahrscheinlich gibt es kaum eine Position, aus der Herzi nicht schon ein Freistoßtor erzielt hat.
Der Standardspezialist prägte das Spiel des Sport-Clubs über mehr als ein Jahrzehnt und wurde damit zur echten Quecken-Legende.

Sein Weg in Eltersdorf: Von der Saison 2011/12 bis Januar 2014 trug Herzner erstmals das SCE-Trikot, ehe ein halbjähriger Ausflug nach Schweinfurt folgte. Seit der Saison 2014/15 kickte unsere Nummer 17 wieder ununterbrochen für den Sport-Club. Diesen Sommer geht diese Ära dann leider zu Ende.
Sportlich krönte er seine Zeit mit zwei Aufstiegen in die Regionalliga. Darüber hinaus ist Herzner der am längsten aktive Spieler des aktuellen Kaders und seit Beginn der Datenerfassung sogar Rekordspieler der Quecken.
Bemerkenswert ist dabei nicht nur seine sportliche Konstanz, sondern auch sein Auftreten: Tobias Herzner hat in seiner gesamten Zeit beim SC Eltersdorf kein einziges Mal Rot gesehen. Ein fairer Spieler, auf und neben dem Platz.

Manager Joachim Uhsemann würdigt Herzners außergewöhnliche Vereinsbindung: „Vor Herzi kann ich nur meinen Hut ziehen. Er steht für den SC Eltersdorf. Solche Spieler, die sich über mehr als einem Jahrzehnt mit einem Verein identifizieren, sowas gibt es nur sehr selten. Der Ausdruck einmal Quecke, immer Quecke, das passt 1:1 auf unseren Herz. Ich kann mich nur bedanken für seine Leidenschaft, die er täglich auf dem Platz für diesen Verein gelassen hat. Er ist und bleibt eine echte Quecken-Legende.“
Auch Cheftrainer Bernd Eigner betont den Stellenwert des Routiniers: „Herzi gehörte schon fest zum Inventar, als ich hier angefangen habe. Der ist einfach ein super Typ. Eine Legende, das kann man hier sagen, ohne dass es wie eine Floskel klingt. Nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch in der Kabine ein wichtiger Mann für die Stimmung. Eine ehrliche Haut und ein sehr guter Fußballer. Er wird mir bei meiner täglichen Arbeit in Eltersdorf sehr fehlen.“

Herzner selbst blickt mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück und erklärt seine Entscheidung: „Die Entscheidung ist mir natürlich nicht leicht gefallen, aber mit zunehmendem Alter merkt man dann doch, dass vieles nicht mehr so leicht geht wie früher. Ich möchte mich auch mehr auf meine Familie konzentrieren. Die kommt oft zu kurz, wenn man dreimal die Woche trainiert und dann noch ein Spiel hat. Über ein Jahrzehnt bei einem Verein, das liest sich schon verrückt, und ich habe auch jede Sekunde genossen. Die Aufstiege natürlich besonders. Niederlagen gehören auch dazu, aber zum Abschluss der Reise haben wir noch was Großes vor. Mich bei allen Einzelnen zu bedanken, wird schwer bei so vielen Jahren, aber es hat mir wirklich großen Spaß gemacht, mit all den Mitspielern, Trainern und Verantwortlichen außen herum über die Jahre in Eltersdorf gemeinsam Zeit zu verbringen. Ein großer Dank an euch alle. Es war mir stets eine Freude.“

Der SC Eltersdorf sagt schon heute: Danke, Herzi. Für Tore, Vorlagen, Freistöße, aber vor allem für deine Loyalität und Verbundenheit mit dem SC Eltersdorf.

Wir werden dich vermissen, Legende!